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Sunday, 27 September 2026

9. Grafikbiennale des Szeklerlandes

 Meine Grafikarbeit „Distortion Of Myself“ wird im Transylvanian Art Centre in Sfântu Gheorghe (Rumänien) im Rahmen der 9. Grafikbiennale des Szeklerlandes präsentiert.

9. Grafikbiennale des Szeklerlandes
„Distortion“ (Verzerrung)
30.09. – 29.11.2026
Szekler-Museum Ciuc,
Vár tér 2, 530132 Miercurea-Ciuc, Rumänien

01.10. – 21.11.2026
Transylvanian Art Centre / Sepsiszentgyörgy
Str. Oltului Nr. 2 / Str. 1 decembrie 1918, 5700023, Sfântu Gheorghe, Rumänien


Die 9. Ausgabe der Grafikbiennale des Szeklerlandes stellt das Konzept der „Verzerrung“ (Distortion) in den Mittelpunkt. Verzerrung ist ein äußerst vielschichtiges und komplexes Phänomen: Sie kann sich auf physische Deformation, psychologische Verschiebung oder sogar auf metaphorische, wertbezogene und moralische Abweichungen beziehen. Der Begriff beinhaltet zugleich ein subtiles Werturteil und eine kritische Komponente; er verweist auf die Störung von Harmonie, auf Zustände der Entfremdung sowie auf die Krisen und Konflikte, die unsere heutige Welt prägen. Im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Kontext ist „Verzerrung“ von besonderer Relevanz: Grundlegende Prinzipien, Bedeutungen und Wahrheiten entfernen sich von ihrem ursprünglichen Sinn und gleiten hin zu neuen Interpretationen.
In der zeitgenössischen Kunst – und damit auch in der zeitgenössischen Grafik – ist Verzerrung nicht bloß eine formale oder geometrische Deformation, sondern ein komplexes Ausdrucksmittel, das die Artikulation konzeptioneller Spannungen, kritischer Reflexionen und visueller Fragestellungen ermöglicht. In den Händen des Künstlers wird Verzerrung zu einer kommunikativen Strategie: Durch die bewusste Abweichung von der Realität eröffnet sie neue Perspektiven, regt den Betrachter zum Hinterfragen an und stellt konventionelle Interpretationsmuster infrage. Mit dem Konzept der Verzerrung – einem der wirkungsvollsten Ausdrucksmittel im zeitgenössischen künstlerischen Diskurs – möchte die Grafikbiennale des Szeklerlandes im Jahr 2026 Künstlerinnen und Künstler zu aktiver Auseinandersetzung und kritischer Reflexion anregen. Unter Verwendung einer zeitgenössischen Bildsprache sind sie dazu eingeladen, über die Fragilität der menschlichen Wahrnehmung, gesellschaftlichen und politischen Druck, die Wandelbarkeit historischer Narrative sowie die Instabilität von Wahrheit nachzudenken. Durch ein breites Spektrum grafischer Techniken werden die Teilnehmenden ermutigt, mit den verschiedenen Formen und Bedeutungsebenen zu experimentieren, die der Verzerrung der Realität innewohnen.


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