Meine Grafikarbeit „Distortion Of Myself“ wird im Transylvanian Art Centre in Sfântu Gheorghe (Rumänien) im Rahmen der 9. Grafikbiennale des Szeklerlandes präsentiert.
9. Grafikbiennale
des Szeklerlandes
„Distortion“ (Verzerrung)
30.09. –
29.11.2026
Szekler-Museum Ciuc,
Vár tér 2, 530132
Miercurea-Ciuc, Rumänien
01.10. –
21.11.2026
Transylvanian Art Centre / Sepsiszentgyörgy
Str.
Oltului Nr. 2 / Str. 1 decembrie 1918, 5700023, Sfântu Gheorghe,
Rumänien
Die 9. Ausgabe der Grafikbiennale des
Szeklerlandes stellt das Konzept der „Verzerrung“ (Distortion) in
den Mittelpunkt. Verzerrung ist ein äußerst vielschichtiges und
komplexes Phänomen: Sie kann sich auf physische Deformation,
psychologische Verschiebung oder sogar auf metaphorische,
wertbezogene und moralische Abweichungen beziehen. Der Begriff
beinhaltet zugleich ein subtiles Werturteil und eine kritische
Komponente; er verweist auf die Störung von Harmonie, auf Zustände
der Entfremdung sowie auf die Krisen und Konflikte, die unsere
heutige Welt prägen. Im aktuellen politischen und gesellschaftlichen
Kontext ist „Verzerrung“ von besonderer Relevanz: Grundlegende
Prinzipien, Bedeutungen und Wahrheiten entfernen sich von ihrem
ursprünglichen Sinn und gleiten hin zu neuen Interpretationen.
In
der zeitgenössischen Kunst – und damit auch in der
zeitgenössischen Grafik – ist Verzerrung nicht bloß eine formale
oder geometrische Deformation, sondern ein komplexes Ausdrucksmittel,
das die Artikulation konzeptioneller Spannungen, kritischer
Reflexionen und visueller Fragestellungen ermöglicht. In den Händen
des Künstlers wird Verzerrung zu einer kommunikativen Strategie:
Durch die bewusste Abweichung von der Realität eröffnet sie neue
Perspektiven, regt den Betrachter zum Hinterfragen an und stellt
konventionelle Interpretationsmuster infrage. Mit dem Konzept der
Verzerrung – einem der wirkungsvollsten Ausdrucksmittel im
zeitgenössischen künstlerischen Diskurs – möchte die
Grafikbiennale des Szeklerlandes im Jahr 2026 Künstlerinnen und
Künstler zu aktiver Auseinandersetzung und kritischer Reflexion
anregen. Unter Verwendung einer zeitgenössischen Bildsprache sind
sie dazu eingeladen, über die Fragilität der menschlichen
Wahrnehmung, gesellschaftlichen und politischen Druck, die
Wandelbarkeit historischer Narrative sowie die Instabilität von
Wahrheit nachzudenken. Durch ein breites Spektrum grafischer
Techniken werden die Teilnehmenden ermutigt, mit den verschiedenen
Formen und Bedeutungsebenen zu experimentieren, die der Verzerrung
der Realität innewohnen.

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